PINK TURNS BLUE - Kultwave aus Deutschland

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Mit traumhaft schönen Wavesongs haben PINK TURNS BLUE in den 80ern und zu Anfang der 90er verzaubern können. Diese düstere, aber immens gefühlvolle deutsche Wave-Band, welche auf ihre Art und Weise vor allem zu Anfang sehr zarte bis verzweifelte Songs geschrieben haben, konnte besonders mit den ersten beiden Alben aus den absoluten Anfangstagen Mitte bis Ende der Achtziger überzeugen, obwohl es gerade in diesen Tagen besonders schwierig angesichts der deutschen Herkunft war. Mitte der achtziger Jahre gab es in Deutschland eine kaum nachvollziehbare Leere in Bezug auf heimische Klänge - kaum eine deutsche Gruppe hatte nach der kurzen Periode der erhöhten Aufmerksamkeit der NDW-Zeit eine Chance, im eigenen Land oder auch außerhalb Gehör zu finden. Ausgerechnet in dieser Phase starteten Tom Elbern und Mic Jogwer mit ihrer Vorstellung einer intensiven Wavemusik ihre Gruppe, die sie nach einem Hüsker Dü Song PINK TURNS BLUE nannten.

Ein wahrhaft emotionaler Rausch entstand, der auf dem Tonträger „If two Worlds kiss" eingefangen wurde und solche zerbrechlichen Hits für die Ewigkeit wie „I coldly stare out" , das mitreißende „Walking on both sides" oder eben jenen Titelsong enthielt. Nach dem Ausstieg von Elbern und mit den mittlerweile dazu gestoßenen Marcus Giltjes und Ruebi Walter entstand in Ljubjana (Laibach), Jugoslawien, das wohl beste Album der Band, „Meta". Klassiker wie das treibende „Your Master Is Calling" oder die zerbrechlichen „The First" und „Touch The Skies" entstanden und machten die Clubs aufmerksam auf die vor aufwühlenden Songideen sprühende Band.

Einigermaßen bekannt wurden sie jedoch erst mit ihrem dritten Album „Eremite" 1990 und dem darauf und auf dem ersten Zillo-Sampler zu findenden Hit "Michelle" - der einen leider seitdem verfolgt, als würde es nur dieses eine Lied von PINK TURNS BLUE geben... Nach dem vierten und wiederum guten Album „Aerdt" nur ein Jahr später ging es leider in der Folgezeit rapide abwärts mit der Band - was danach kam, ist eigentlich kaum noch der Rede wert, die Band lief einem neuen Stil hinterher, ohne ihn finden zu können und verlor dabei leider ihre guten Momente aus den Augen. Es kam zur Trennung und einer jahrelangen Pause, die man schon für das Ende hielt.

Urplötzlich, mehr aus einer Laune heraus, fanden sich PINK TURNS BLUE 2003 auf dem Wave Gotik Treffen in Leipzig quasi in ihrer Urformation mit Elbern an der Gitarre wieder zusammen für ein Konzert. Ausschließlich auf die besten Songs der ersten vier Alben konzentrierend, wurde ein wahres Feuerwerk an zauberhafter Stimmung abgefeuert, welches nicht nur beim begeisterten Publikum einfach nach einer Fortsetzung verlangte. Von diesem Funken selbst entzündet, fand sich die Band wieder zusammen und nur kein Jahr später wurde die offizielle Wiedervereinigung mit dem Re-Union-Konzert im Zwischenfall in Bochum gefeiert. Nach einigen folgenden Festivalkonzerten hat sich PINK TURNS BLUE Ende 2004 ins Tonstudio zurückgezogen, um an neuen Liedern mit dem Feuer und Geiste der Anfangszeit zu schreiben - wobei man angesichts der ungemein intensiven und überzeugenden Liveauftritten sehr gespannt darauf sein darf, was hierbei entstehen wird...

Auf ihrer Netzseite www.pinkturnsblue.de kann man neben der wirklich gelungenen Live-Version von „Michelle" auch noch diverse andere Informationen finden - wie eben jene gute Nachricht, daß Ende des Jahres ein neues Album geplant ist und zum Vorgeschmack endlich wieder einige ihrer Songs in einer Compilation erhältlich sind - eben jene besten Lieder der ersten vier Alben (mit einer einzigen Ausnahme vom fünften Album). Auch Live-Photographien sind dort zu sehen, wie eben jene Bilder vom Auftritt in Leipzig auf dem WGT 2004, die vom Reich der Inneren Nacht der Band als Dankeschön für ihre bezaubernde Musik zur Verfügung gestellt wurden...

Übrigens stehen die ersten vier der fünf geplanten Konzerte im Jahr 2005 schon fest - unmittelbar an das aller Voraussicht nach "Phönix" betitelte neue Studioalbum werden PINK TURNS BLUE wie folgt live auftreten:

21.04. Frankfurt, Batschkapp
22.04. Dresden, Strasse E (Reithalle)
23.04. Berlin, K17
28.04. Hamburg, Kir
29.04. Bochum, Zwischenfall

http://www.pinkturnsblue.de/
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