WOLFSHEIM - Schattenwerfer im Rampenlicht



Die Hamburger melden sich nach 4 Jahren Abstinenz zurück mit ihrem Hauptprojekt, nachdem sie in der Zwischenzeit eine wahre Flut von Zusammenarbeiten mit anderen Acts zu verzeichnen hatten. Eine erholsame Zeit, fast schon so etwas wie Urlaub von ihrem mittlerweile 16 Jahre alten Kind, die ihnen ohrenscheinlich gut getan hat. Nachdem WOLFSHEIM sofort nach dem letzten Album, "Spectators", angefangen hatten an den neuen Stücken zu arbeiten, um eigentlich die Fans nicht erneut lange warten zu lassen, mußte dieser Versuch bald abgebrochen werden, da die Stücke zu sehr nach einem zweiten "Spectators"-Album klangen. Das Album wurde dreimal verschoben, woran das Instrumentalstück "In Time" als kleiner Seitenhieb augenzwinkernd erinnert. Erst mit dem Schreiben der mittlerweile sehr erfolgreichen Single "Kein Zurück" fanden die beiden wieder zurück zu WOLFSHEIM, um kräftig an ihrem Sound zu feilen. Ecken und Kanten findet man so versteckt, wie die für Heppner ungewöhnliche Gesangslinie in "This is for love", dem ersten Dancetrack "Wundervoll" oder das auch mit handgemachten Instrumenten bestückte "And I...". WOLFSHEIM sind der Auffassung, bei diesem Album die schwierigsten Sounds benutzt zu haben, die sie je hatten. Recht gibt ihnen wieder einmal der Erfolg - Platz 1 der deutschen Verkaufscharts! Das neue Album ist auch wieder gefühlvoller und romatischer ausgefallen als sein Vorgänger. Dies könnte man der Zusammenarbeit mit Andreas Herbig zuschreiben, der ja auch das A-HA Comeback begleitet hat.

Heppner: Das kann sein, das kann ich nicht bestreiten, das mag sein, aber das war auf jeden Fall nicht die Absicht, die dahinter steckt. Das war schon so, daß wir über genau das A-HA Comeback-Album auf Andreas gekommen sind. Wir haben im musikalischen Freundes- und Bekanntenkreis herumgefragt, was für Produzenten denn gut wären und wen man so kennt - da kam so eine kleine Liste zusammen, auf der dann auch u.a. Axel Breitung und Andreas Herbig standen. Nach ein wenig herumtelefonieren sind wir letztlich bei den beiden gelandet. Wir haben uns auch mit ein paar Leuten getroffen und das waren die beiden, mit denen wir uns am besten verstanden haben und die auch gleichzeitig die besten Ideen hatten, in welche Richtung es denn gehen könnte. Es war dann so, daß Andreas bei einigen ein paar Stücken ein paar lay-outs quasi gemacht hat, wo er uns gezeigt hatte, welche Vorstellungen er dabei hätte und das paßte wie die Faust aufs Auge auf "Kein Zurück" und "And I...", was wir gerade paralell selber mit José Alvarez-Brill in Belgien gemacht hatten. Da fühlten wir uns bestätigt und dachten, daß Andreas genau der richtige Typ ist um weiterzumachen, wenn er das Album in die gleiche Richtung bringen wollte, in die wir auch gerade wollten.

In Bezug auf die Vorankündigungen gab es eine Veränderung - das neue Album heißt nun doch nicht "Close Enough"... Wie kam es zu der Änderung des Titels?

Heppner: Den Titel, den wir vorher hatten, "Close Enough", war für uns von Anfang an nur ein Arbeitstitel - der hat sich selber zum offiziellen Titel gemacht, weil wir ehrlich gesagt keine bessere Idee hatten. Wir haben erst sehr spät in der Produktion "Everyone Who Casts a Shadow" geschrieben, ich habe sehr spät den Text verfaßt... Als der aber fertig war und ich das Lied eingesungen hatte, so daß man hören konnte, wie das Lied werden wird, da war uns beiden klar, daß da so starke Bilder sind, mit dem Schattenwerfen... Jeder, der im Licht steht, wirft einen Schatten... Alles was du tust hat auch Konsequenzen, etc... All diese Bilder, die dahinter stecken, das war für uns plötzlich der viel stärkere Begriff und "Casting Shadows" der viel stärkere Name... Wir haben uns überlegt, warum sollten wir, nur weil es "fünf vor 12 ist", mit dem schlechteren Namen leben, da haben wir den besseren genommen.

Das Video zur aktuellen Single "Kein Zurück" habt ihr ja - ausgerechnet - im AK Ochsenzoll aufgenommen. Aus welchem Grund habt ihr diesen - für Hamburger stadtbekannten - Ort (Anmerkung des Verfassers: das AK Ochsenzoll ist regional bekannt für die Behandlung von Geisteskranken) ausgewählt?

Heppner: (lacht) Das lag daran, daß dort einer der größten Wäschereien Europas ist, die nämlich dann den Hintergrund für unser Video bietet. Wir wollten eine möglichst alltägliche Arbeitssituation haben, einen Hintergrund, in dem diese Geschichte spielt, der sofort als Arbeitsplatzatmosphäre ist. Da war es jetzt eigentlich gar nicht so entscheidend, daß es jetzt in Ochsenzoll ist... Wir haben es da ja auch größtenteils in der Wäscherei gedreht. Das AK Ochsenzoll selber spielt ja kaum eine Rolle. Es war nur natürlich klar, weil es auch stadtbekannt ist, war es für alle auch so ein bißchen lustig - "wir fahren jetzt nach Ochsenzoll und drehen dort unser Video" - aber das war nicht der Grund. Wir wollten eine Atmosphäre haben, die wir auch wahrscheinlich in anderen Fabriken oder ähnlichem hatten haben können. Aber ich würde im nachhinein sagen, daß es sogar glücklicherweise das AK Ochsenzoll wurde... Ein paar Sachen sind halt doch im Krankenhausteil gedreht worden - das ist da, wo nachher die Metallwände sind, das war auch optisch sehr klasse, es war schon richtig schön, das als Hintergrund zu haben. Das kommt ziemlich gut, weil es kalt und abweisend wirkt. Aber das hatte inhaltlich keine Bewandnis damit, das war wie gesagt nur ein Insider für Hamburger eigentlich...

Euer fünftes Studioalbum kommt mir wie das Album der Veränderungen vor - zum ersten mal habt ihr zwei neue Produzenten engagiert. Euer bisheriger Producer, José Alvarez-Brill, hat nur an zwei Stücken Hand angelegt - bei einem, "And I..." hier verwendet ihr erstmals handgemachte Percussion... Was war der Grund für diesen Schritt?

Heppner: Die Stücke, die wir mit José gemacht haben, das waren Stücke, die wir gleich nach der "Spectators" gemacht hatten. Die hatten wir dann eigentlich in den Papierkorb geworfen, da sie zu sehr "Spectators" waren. Aber dann haben wir es ganz anders versucht - "And I..." war erst ein ganz andere Stück, es war ursprünglich viel schneller und ging eher in die tanzbarere Richtung... Es kam uns die Idee, es könnte eben einen ganz anderen Rhytmus haben. Wir haben versucht, den zu programmieren, haben aber festgestellt, daß wir da noch drei Wochen dran sitzen würden. Wir dachten, versuchen wir es doch einfach mal mit einem Live-Drummer. Wenn wir den richtigen finden und ihn sagen, was er machen soll, dann kriegen wir es vielleicht viel schneller hin. Das haben wir gemacht und dabei auch gleich einen Bassisten dazu bestellt, da kann man vielleicht auch noch mal sehen, ob man da noch was hinkriegt... Und das hat dann tatsächlich auch funktioniert, obwohl es auch ein bißchen schwierig war. Der Drummer gerade kam mit sehr viel Energie ins Studio und wollte uns natürlich groß zeigen, was er so kann und hat dann da einen losgedrummt - wir haben die erste Stunde nur damit zugebracht, ihn zu bremsen und ihn zu sagen "nee, noch drei Gänge runterschalten. Eher wie ein alter Mann, du bist jetzt siebzig, du gibst dein letztes Konzert, du kriegst es grad noch hin, du mußt die trommeln eher streicheln" - worauf er dann meinte, er hätte einen stock in der hand, wie solle er das denn machen... Es war ein bißchen schwierig, aber es hat nachher wunderbar hingehauen. Er war ganz unglücklich am Ende und meinte, er hätte ganz schlecht gespielt, aber Markus und ich grinsten uns nur an und freuten uns darauf, das dann endlich im Lied verwenden und produzieren zu können, weil wir schon wußten, es ist richtig klasse geworden. Mit dem Bassisten lief es dann ähnlich, das merkt man auch daran, daß der Bass in diesem Lied gar nicht als Bass zu hören ist. Das ist die ganz hohe Gitarre, die man ab und zu mal hört, das ist eigentlich die Bassgitarre, die da eingespielt ist. Das heißt, er hat den Bass gar nicht als Bass gespielt, sondern eigentlich als Gitarre. Ja, es ist auf der einen Seite sehr gezielt gelaufen und auf der anderen Seite hat es sich auch direkt am Lied entwickelt. Also ohne das Lied hätte es die Drums selber auch nicht gegeben, auch nie die Idee, Live-Drums zu holen. Es war die konkrete Situation bei dem konkreten Lied.

Im Gegensatz zu der überwiegenden Mehrzahl der kommerziell erfolgreichen Acts seid ihr nicht zu einem Major gewechselt sondern befindet euch seit euren Anfängen bei STRANGE WAYS. Was ist der Grund für diese doch recht ungewöhnliche Treue?

Heppner: Das es eigentlich keinen guten Grund zu wechseln gibt. Jetzt mal ganz ehrlich, welchen denn? Ich mein, um höher in die Charts zu kommen als Platz 2? Die Argumente waren immer, ja, wir machen euch noch größer und noch toller, und dann haben wir gesagt, ja, wenn das jetzt nichts weiter heißt, dann wissen wir nicht, was der von uns will. Was wollen wir denn noch größer? Nummer 2 hätte ich schon nicht haben müssen in meinem Leben. Davon hängt es nicht ab, ob wir Musik machen. Wenn es das täte, dann hätten wir 12 Jahre unseres Lebens völlig umsonst gearbeitet... Das ist nicht Inhalt unseres Lebens auf Nummer 2 oder 1 zu sein in den Charts... Sowas ist dann vielleicht ein Traum, aber keiner, bei dem man so vermessen sein kann zu glauben, man könne ihn auch verwirklichen. Sowas passiert dann vielleicht und dann ist man glücklich, aber da lassen wir uns lieber davon überraschen, als daß wir darauf zu arbeiten. Deswegen kann man uns damit auch nicht locken. Wie gesagt, wir haben es ja auch so geschafft. Wir können alles machen, was wir wollen. Wir können so lange ins Studio gehen, wie das Geld reicht - das ist Gott sei dank, weil die Spectators recht erfolgreich war, sehr lange. Wir konnten über diese 2 Jahre ein dreiviertel Jahr reine Studiozeit an dem Album arbeiten. Das ist so eine Sache, die konnten wir uns vorher gar nicht erlauben. Wir können losgehen und Detlev Buck fragen, ob er für unser neues Lied nicht ein Video drehen möchte, weil wir uns beim letzten Videodreh so gut mit ihm verstanden haben - und unser label kann es bezahlen, also was solls, warum sollten wir zum Major gehen? Wir können machen, was wir wollen.

Das habt ihr mit dem neuen Album, mit "Wundervoll", dem 2. deutschen Stück neben der Single "Kein Zurück" ja auch getan. Was hat euch da denn geritten?

Heppner: Der Teufel. (lacht) Nein, nicht wirklich. Ach, wieso? Ich finde es ist sehr ein WOLFSHEIM Stück.

Ich find es in seinem Technogewand nicht gerade neu. So etwas ist schon etwas ausgeleiert...

Heppner: Ja, das ist es, wenn man auf den ersten Blick da hinhört schon, aber wenn man im Detail schon mal genauer hinhört, ist es schon ein bißchen diffiziler. Die Zielssetzung dabei war, am Ende eines zu haben, was auf den ersten Blick wie ein Techno-Dance-track wirkt, wie irgendeines mit einem schönen Riff, wo man sich so reinfallen lassen kann und denkt, ach, ist die welt nicht wunderbar. So auf den ersten Blick... Wenn man genauer hinguckt allerdings, dann sollte man sowohl musikalisch als auch inhaltlich entdecken, daß das ganze doch nicht so einfach ist, daß es vor allem auch vielleicht doch nicht ganz so ernst gemeint ist mit dem wunderbar und wundervoll... Das vielleicht auch nicht alles so wunderbar und so wundervoll ist, wie alle Leute sagen. Naja, wir haben schon damit gespielt, daß es bei dem einen oder anderen vielleicht auch den aha-Effekt gibt, der im ersten Augenblick denkt, oh klasse, alles wunderbar, und der es dann im Radio oder in der Disko zum dritten oder vierten mal hört und den es dann auffällt, daß es doch ein bißchen ernster ist, das Ganze, und daß es doch vielleicht um ernstere Dinge geht.

Deswegen war euch vielleicht der deutsche Text wichtig.

Heppner: Ja, so ein bißchen. Wobei ich sagen muß, diese Entscheidung, ob deutsch oder nicht, die treffe ich nicht bewußt. Irgendwann habe ich es gewußt. Bei beiden Liedern hatte ich relativ plötzlich den Refrain in deutsch im Kopf. Bei "Kein Zurück" ging es so über ein, zwei Tage, der Refrain ist mir spontan eingefallen und war dann im Kopf fertig. Bei "Wundervoll" war es ähnlich. Da war es klar, wenn ich schon so eine gute Idee für den Refrain habe, dann wird das Lied auch deutsch. Genauso passiert es mir auch, daß mir eine englische Textzeile einfällt zu einem Lied und dann muß es eben auch englisch werden. Aber ich steuer das nicht bewußt.

Im April steht eure livetour an - bislang erstmal nur im deutschsprachigen Raum. Worauf dürfen sich die Besucher der Konzerte freuen? Habt ihr schon ein Konzept für die bildliche Untermalung - so wie bei der Tour zum letzten Album die Wasserspiele?

Heppner: Wir haben auf jeden Fall den Anspruch, irgendetwas ganz Besonderes zu machen. Bei Festivalauftritten in den letzten Jahren haben wir schon versucht, mit dem Element Wind etwas zu machen. Wir hatten Windmühlen stehen sowie mit Luft bewegte Figuren... Wind ist schon das Stichwort, unter dem die nächste Tour gestalterisch steht. Es gibt eine Menge Ideen, wir haben uns gerade letzte Woche nochmal mit unseren Licht- und Special Effects Leuten auseinandergesetzt, die auch die Wassershow auf die Beine gestellt haben. Die sprühen mal wieder vor Ideen. Da sind auch ein paar dabei, wo ich auf Anhieb gesagt hab, ihr habt sie doch nicht alle. Die haben gesagt, es gehe, aber das werden wir sehen. Wir planen, wieder mutig zu sein... Das war schon mutig mit der Wassershow, wie wir dann merkten, als wir unterwegs waren. Wir haben jeden Abend mehrere tausend Liter Wasser umgesetzt - die müssen irgendwo her kommen und müssen auch irgendwohin. Das ist war eine Sache, die haben wir schon ein wenig unterschätzt. Es war ein wenig aufwendig, aber es hat sich gelohnt, fanden wir. Das mit dem Wind müssen wir jetzt sehen, daß es machbar ist. Sind auf jeden Fall ein paar sehr interessante Ideen. Wenn das alles klappt, werden da ein paar schöne Sachen zu sehen sein. (lacht) Ich habe im Moment noch arge Bedenken, ich habe die ganz schief angeguckt, als die mir so ein zwei Sachen gesagt haben. Da habe ich denen gesagt, wenn das nicht hundertprozentig klappt, dann passiert das gar nicht. Aber das ist ja auch der Ansporn bei denen, die betrachten uns auch als eine ganz besondere Sache. Die haben auch nicht oft die Möglichkeit, so etwas zu machen. Es gibt nicht viele Bands, die bereit sind, so viel Geld auszugeben, wie so etwas nun mal kostet. Bei uns, denken wir, ist das schon mal nötig, bei der Musik, die wir so machen und so wie Markus und ich sind, da kann auf der Bühne nicht so wahnsinnig viel von uns aus passieren. Markus hängt an seinem Keyboard fest, weil er da spielen muß, und ich kann mich beim Singen auch nicht großartig bewegen - bei den meisten Liedern, die wir so haben, finde ich das auch nicht angebracht. Da finden wir es selbstverständlich, daß da noch ein bißchen mehr passiert. Es ist uns auch klar, daß das nunmal, wenn man es anständig machen will, auch anständig kostet.

Wirst Du weiterhin deine Texte vom Booklet ablesen?

Heppner: Natürlich. Das ist sozusagen als Gedächtnisstütze, damit ich mich nicht die ganze Zeit darauf konzentrieren muß, den Text zu behalten, sondern damit ich mich darauf konzentrieren kann, ihn zu singen. Ich bin ja kein Gedächtniskünstler, ich bin Sänger. Ich kann es mir nicht so merken und darum nehme ich doch ein Textbuch mit, bevor ich irgendwelche Scheiße bau.

Das ist mir bei allererstes bei euch aufgefallen, als ich euch nach dem ersten oder zweiten Album live gesehen hab. Nach so wenigen Songs standest du mit dem Textbuch, mit dem Originalbooklet sogar, auf der Bühne. Da dachte ich mir, das kann doch nicht wahr sein, so viele Texte sind es doch gar nicht...

Heppner: Genug. Das hat etwas mit der Konzentration zu tun. Ich bin schon höchst konzentriert. Und dann ist es schon mal so, daß mir der erste Satz oder das erste Wort nicht einfällt und das ist bei Musik fatal. Wenn der richtige Einsatz nicht kommt, ist es weg... Da finde ich es nur fair, es so zu machen. Ich kann mir das alles während ich es singe, so nicht merken. Ich habe sie zwar alle im Kopf, na klar, habe sie ja auch geschrieben, obwohl es mittlerweile auch schon sehr viele sind, so 50 bis 60 Lieder, da muß man wohl auch nicht mehr jede einzelne Textzeile im Kopf haben. Die Konzerte werden besser so, ich kann mich aufs Singen konzentrieren, mir macht es mehr Spaß, den Fans macht es mehr Spaß, also was solls, wen störts? Wir haben auch darüber nachgedacht, daß irgendwie zu kaschieren, mit irgendwelchen Telepromptern, einem Bildschirm, Riesenplakate, auf dem Boden... Das ist doch Quatsch, dann ist es doch peinlich, wenn jemand rausfindet, daß man abliest, wenn man die ganze Zeit versucht, es zu verstecken - was ja genug Leute machen.

Habt ihr euch eigentlich schon Gedanken hinsichtlich der nächsten Singleauskopplung gemacht? "Approaching Lightspeed" wirkt für mich da naheliegend...

Heppner: Ja? Also das wäre für uns jetzt zu naheliegend. (lacht) Es vergeht kaum ein Tag, wo wir uns grad nicht andauernd Gedanken darüber machen, langsam aber sicher müssen wir uns da entscheiden, aber wir können es so schlecht. Es gibt mehrere Kanditaten. Es ist nicht so, daß es uns daran mangeln würde, sondern es ist eher das Problem, daß es zu viele gibt, die wir für gut halten. Da wir normalerweise unsere Favouriten auskoppeln, ist es jetzt ein bißchen schwierig. Auf den größten Favouriten konnten wir uns jetzt grad noch so einigen und das war auch nicht so einfach. Aber jetzt auf den zweiten, daß ist schon schwierig. Es ist so, daß "Wundervoll" wahrscheinlich ein bißchen unwahrscheinlich ist, da es nicht so geschickt wäre, die beiden einzigen deutschen Lieder auf einem Album auszukoppeln, daß sonst in englisch ist. Ins Auge gefaßt haben wir den Titeltrack, aber ohne jede Reihenfolge auch "Care For You", über "I won´t believe" wurde nachgedacht, auch "This is for love", "Find you´re gone" war auch kurz im Gespräch.. Wobei wir ganz ehrlich sagen müssen, die größten Reaktionen von Außen kommen auf "Wundervoll". Wenn wir abstimmen würden unter den Journalisten im Moment, dann wäre mit Sicherheit "Wundervoll" die nächste Maxi, auch bei den Reaktionen, die wir sonst so kriegen. Ich glaub eher nicht, da es wie gesagt etwas ungeschickt wäre. Aber da wir "Wundervoll" schon sehr gut finden, haben wir von vorneherein darüber nachgedacht, nach der zweiten Maxi mit "Wundervoll" noch etwas zu machen, aber da müßten wir einen guten Grund für haben... Die Spannung bleibt also nach wie vor groß, auch für uns.

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