Derby-Ausfälle auf beiden Seiten. FCSP-HSV

Leider sind die Ausfälle in beiden Lagern vor dem Derby am Sonntag deutlich vorhanden. Und damit meine ich nicht die Spieler, deren Einsatz jeweils zwar auch nicht zu 100% sicher ist, sondern die Aussetzer der Fans auf beiden Seiten. Zwar lege ich eindeutig mehr Wert darauf, die positiven Aspekte des Derbys zu betonen – siehe auch http://kleinertod.wordpress.com/2010/08/24/derbyzeit-fcsp-hsv-rivalitat-ja-gewalt-nein/ sowie http://kleinertod.wordpress.com/2010/09/15/derbyfieber-das-st-pauli-heimspiel-gegen-den-hsv-ruckt-naher/ – doch möchte ich einige der negativen Aspekte hier auch nicht verschweigen. Material genug für einen eigenen Artikel wird mir ja von allen Seiten zu Genüge geliefert, leider. „Derby-Ausfälle auf beiden Seiten. FCSP-HSV“ weiterlesen

Derbyfieber – das St. Pauli Heimspiel gegen den HSV rückt näher…

Jetzt sind es nur noch vier Tage zu dem seit so vielen Jahren herbeiersehnten Großereignis – dem Heimspiel am Millerntor gegen den Stadtrivalen Hamburger SportVerein. Aus vielfachen Äußerungen im Vorfeld merkt man dem HSV-Anhang dabei durchaus an, wie unangenehm es für diese offensichtlich ist, zu uns kommen zu müssen – doch jegliche Versuche, das Derby nicht beim FC St. Pauli sondern in der Wie-auch-immer-sie-gerade-heißen-mag-Arena vom Vorstadtverein austragen zu lassen, sind glücklicherweise gescheitert. Wenige Tage vor dem Spiel herrscht Spannung und Vorfreude auf beiden Seiten vor, aber es gibt auch die häßlichen Stimmen und Vorzeichen, auf die man gerne verzichten würde. Manche haben immer noch nicht begriffen, daß Rivalität zwar etwas Schönes sein kann, Gewalt aber in keinem Fall – und diese Begriffsstutzigen dürfen am Sonntag von mir aus sehr gerne daheim bleiben. Doch alle (hoffentlich) friedlichen Fans mit Karte – und die Spieler beider Vereine natürlich auch – dürfen sich auf das Derby freuen. „Derbyfieber – das St. Pauli Heimspiel gegen den HSV rückt näher…“ weiterlesen

Derbyzeit. FCSP – HSV. Rivalität ja, Gewalt nein.

Der vierte Spieltag rückt immer näher. Am 18.09.2010 – es wird wohl bei diesem Tag, also Samstag, bleiben – voraussichtlich um 15 Uhr 30 (von einem Abendspiel wird kaum auszugehen sein) – wird das Derby stattfinden. Am Millerntor, nach wie vor. Die Überlegungen, von HSV-Fan-Seite aus nachvollziehbaren Gründen begeistert unterstützt, das Heimspiel unseres FCSP in der Wie-auch-immer-sie-gerade-heißen-mag-Arena des Stadtrivalen austragen zu lassen, hat unser Verein sofort eine Absage erteilt. Die Sicherheit kann auch am Millerntor gewährleistet werden – allerdings nur in dem Umfang, der bei diesem Derby überhaupt irgendwo möglich ist.

Nach dem schrecklichen Überfall von Hooligans auf Fans und sogar einem Spieler – siehe http://kleinertod.wordpress.com/2010/08/22/flaschenwurf-von-hsv-hools-auf-fcsp-anhanger-und-bene/ – ist die Aufregung noch einmal sprunghaft gestiegen. Es wird anzunehmen sein, daß gerade die unangenehmen Meldungen in den Medien breitgetreten und dadurch die explosive Stimmung noch angeheizt werden wird. Dabei ist der Großteil der Hamburger Fußballfans friedlich und möchte auch nicht, daß das Derby in Gewalt ausartet. Um die friedliche Seite zu unterstützen, möchte ich gegen den Trend nun ein wenig davon berichten, daß es auch positive Nachrichten rund um das Derby gibt. RIVALITÄT JA, GEWALT NEIN! „Derbyzeit. FCSP – HSV. Rivalität ja, Gewalt nein.“ weiterlesen

Das Kult-Gefängnis

Kult, Freibeuter der Liga, Freudenhaus – diese Plattitüden kann am Millerntor echt keiner mehr hören oder lesen. Gemeint sind sie als Sympathiebekundungen der Medien, die unseren Verein als Spaßfaktor und bunten Tupfen in der vergleichsweise tristen Bundesligawelt inszenieren wollen. Ursprung dieser ganzen Etiketten ist ja die Vergangenheit unseres Vereins und deren mediale Wahrnehmung anläßlich der Erfolge Ende der 80er Jahre, 1986 ging es in die zweite und 1988 in die erste Bundesliga – und dabei präsentierte sich ein gänzlich anderer Fußballverein, der durch eine sich von anderen Clubs erheblich abweichende und unterschiedliche Fankultur auszeichnete. Die Nähe zur Reeperbahn, die baufälligen Tribühnen, das alles andere als moderne Vereinsheim nebst Spielerkabinen, die bunt-fröhlichen Fans – all das führte in der öffentlichen Wahrnehmung und mit der den Medien innewohnenden Kraft der schubladenbildenden Berichterstattung zu den genannten Etiketten des Vereins. Der FC St. Pauli und seine Fans ist aber viel mehr als das Klischee von einst, nämlich lebendig und vor allem eines: viel zu facettenreich für eine der vielen Schubladen, die die Medien so gerne öffnen. Und auch gemocht werden müssen wir auf diese Weise nicht – wobei niemand daran gehindert zu werden braucht, aber bitte nicht nur aus dem Grund, weil die Medien es für „chic“ erachten… „Das Kult-Gefängnis“ weiterlesen