#FCSP Heimauftakt gegen Dresden durchwachsen – Pokalsaison vorbei – und von nun an volle Konzentration auf die Liga!

Da warte ich mal kurz ein wenig zu lange mit meinem Bericht und schon habe ich neben dem zweiten Spieltag auch gleich unsere ganze Pokalsaison 2017/2018 mit abzudecken… Gelungen traf auf beides nicht wirklich zu, das Unentschieden daheim gegen Dresden wirkte nicht wie ein Punktgewinn und das Ausscheiden in Paderborn naturgemäß noch viel weniger. Können wir besser. Müssen wir besser machen. Auch wenn beide Gegner wahrlich nicht so schlecht waren. Und wir ja auch nicht. Auch wenn der unbedingte Einsatz von der letzten Saisonhälfte der vergangenen Spielzeit nicht mehr so wirklich zu erkennen war. Steigerungspotential.

Vom Vorspieltreffen konnte man das nicht behaupten, das lief einfach rund – Vorfreude auf die neue Saison, erstes Heimspiel, ausgezeichnete Tropfen – das leckere Gose aus Sachsen mußte da natürlich auch wieder dabei sein – und dann auch noch ein Abendspiel und Dom. Okay, das letztere war jetzt gerade an einem Montag nicht wirklich das Erbauliche, aber der ganze Rest war einfach wunderschön.

Dazu noch das Freibier in den Fanräumen zum 10. Geburtstag – alles Gute! – da war der Einstand in die neue Spielzeit, zudem mit den 3 Punkten aus dem Auswärtsauftakt im Gepäck – einfach positiv.

Ein herrliches Sommerwetter noch dazu – was sollte da noch schief gehen? Okay, das Spiel. Kennen wir ja. Die letzte Saison war gerade daheim ja nicht so berauschend, vor allem nicht in der ersten Hälfte der Spielzeit…

Der Blick voran geht nicht ohne Blick zurück – und nicht ohne den auf aktuelle Themen. So sitzen nach den NoG20 Protesten noch immer Menschen in Untersuchungshaft, bei denen die Begründung gelinde gesagt umstritten sind – siehe https://www.neues-deutschland.de/artikel/1060278.g-scharfe-kritik-an-untersuchungshaft-von-fabio-v.html.

Lieber spät als nie – vor dem Spiel gab es noch zwei Verabschiedungen nachzuholen. Dennis Rosin und der zu den Gästen dieses Spieltags gewechselte Sören Gonther bekamen Blumen und Beifall.

Die Gästefans waren ungewöhnlicherweise nicht lautstark und zahlreich vertreten – was einem Protest gegen die Einschränkungen im Ticketverkauf in Absprache mit dem DFB für Gästetickets an diesem Tag zu „verdanken“ war.

Von Heimseite ein deutliches Zeichen in Richtung der Hamburger Politik, die sich schon mit dem G20 Gipfel blamiert hat: FLORA BLEIBT!

Doch es gab auch freundliche Begrüßungen an diesem Tag.

Unser neuer Cheftrainer machte dann doch entgegen seinen Ankündigungen eine kleine Aufpeitschrunde a la Lienen – hier konnte die Begeisterung auf den Rängen ihn wohl einfach nicht aufhalten. Was aber definitiv kein Nachteil ist. Einen eigenen Stil hat er ja eh, die Verwechslungsgefahr ist hunderprozentig ausgeschlossen. Aber Nähe zu den Fans ist nie von Nachteil.

Natürlich zählt für einen Trainer das auf dem Rasen. Und darauf warteten auch alle gespannt und aufgeregt.

So eine Sommerpause ohne Punktspiel daheim ist doch immer unerträglich lang. Wie schön, daß der Ball wieder rollt!

Ansehnlich war auch, was auf dem Rasen geboten wurde – und, nebenbei bemerkt, daneben – womit ich den malerischen Sonnenuntergang meine, der sich während der Partie zeigte.

Neues gibt es in dieser Saison auch in Sachen Botschaften – nicht etwa bei den Tapeten, sondern bei den Werbebanden.

Die neuen LED-Wechselbanden lenkte zum Glück für viele nicht wirklich wahrnehmbar vom Geschehen auf dem Rasen ab, der Verzicht auf Bewegtbilder war die richtige Entscheidung und sollte unbedingt beibehalten werden. Wobei es auch hier noch Verbesserungsbedarf gibt: http://www.kiezkicker.de/kiezkicker/2017/neue-leuchtbanden-im-millerntor-stadion/ – damit wir alle das Spiel auch genießen können.

Wir wollen schließlich alle von uns, die kommen wollen, auch dabei haben.

Für andere hingegen gilt das nicht…

Vor allem nicht für Flora-Räumungswillige im Senat…

Wir brauchen in Hamburg Andersartigkeit und Vielfalt. Anpassung vor allem an herrschende Strukturen paßt nicht zu einer Großstadt. Insbesondere nicht zu Hamburg. Oder gar St. Pauli.

Und vor allem brauchen wir Menschlichkeit. Und nicht eine tödliche Abschottungspolitik in Zusammenarbeit mit das Internationale Recht brechenden Kräften – siehe https://sea-watch.org/libyen-sar-ngos/ zur aktuellen Lage der Seenotrettung. Es gibt zu viele Tote im Mittelmeer. Viel zu viele. Jedes Leben zählt!

Nur mit viel Glück hatten wir in Hamburg bei NoG20 keine Todesfälle zu verzeichnen – in der Vergangenheit war das ja leider anders und muß Mahnung für alle bleiben: http://aacb.blogsport.eu/16-todestag-carlo-giuliani-erinnern-heisst-kaempfen/.

Eine Mahnung sollte – um zum Spiel gegen Dresden zurück zu kommen – auch die letzte Saison für uns alle sein. Denn der Versuch, spielerisch zum Erfolg zu kommen, der immer irgendwie und knapp gescheitert war, benötigte ja die nötigen Stellschrauben in Sachen Laufbereitschaft und Einsatzwillen, denn groß war weder der personelle Unterschied noch der taktische. Wir hatten einfach nachher einen besseren Zugriff als in der ersten Hälfte der Spielzeit.

Die Gäste begannen jedenfalls sehr stark und drängten uns früh hinten rein. Unsere Versuche, das Spiel nach vorne zu machen, wirkten nicht so ausgereift wie das der Dresdener. Vor allem auch in der Verteidigung hatten sie uns gut studiert und fanden immer wieder einen Weg durch unsere Reihen. Seitenwechsel auf Außen und von da beim langsamen Anlaufen von uns wieder zurück bzw. in die Mitte – und es wurde immer wieder gefährlich. Wir hingen verstanden es aus der zweiten Reihe zu Torgefahr zu kommen und so war es wieder einmal Buchtmann, der das erste Tor des Tages für uns schießen sollte. Nur zeigte Dresden, daß sie ein anderer Gegner als Bochum sind und glichen hochverdient rasch aus. Da war einiges an Feinarbeit in der Halbzeitpause zu leisten von unserem neuen Coach.

Apropos Gäste – Stadtverbote für Gästefans sind kein sinnvolles Mittel – siehe http://brigatagiallorossa05.blogspot.de/2014/02/auswartsverbot-trasferta-vietata-010214.html. Die Probleme werden so nicht gelöst. Nur der Fußball kaputt gemacht. Denn dieser lebt gerade auch von der Fankultur und dessen Wahrnehmung durch beide Seiten.

Das vom DFB vorgeschriebene Einlaßsystem, siehe http://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=Dynamo-Fanszene-hat-keine-Lust-auf-Voucher-System&folder=sites&site=news_detail&news_id=16310, stößt auch bei unseren Ultras nicht auf Gegenliebe.

Probleme löst man nicht mit Kollektivstrafen.

Was jetzt nicht heißt, daß deswegen die Fans von Dynamo hier – vor allem auf der Süd – besonders willkommen wären. Aus Gründen nicht.

Spielerisch ging es in der zweiten Hälfte bekanntlich besser weiter als in der ersten, nur vom Ergebnis änderte sich nicht viel, wieder zwei Tore, wieder Buchtmann, wieder der Ausgleich durch die Gäste. 2-2 am Ende. Da half auch unser weitaus besserer Zugriff nicht weiter. Er war aber immens wichtig. So liefen wir die Gegenspieler auch schneller an und setzten sie unter Druck. Was eben in der ersten Halbzeit doch häufig gefehlt hatte. Aber positiv zu sehen, daß wir uns steigern können und die richtigen Schlüsse in der Halbzeit ziehen können. Das macht an sich ja zuversichtlich.

Nun könnte man ja positiv ein erstes Zwischenfazit nach dem 2. Spieltag ziehen im Vergleich zur Vorsaison, wo wir mit null Punkten auf dem letzten Platz standen – nun haben wir vier und stehen im Mittelfeld. So betrachtet eine eindeutige Steigerung. Nimmt man aber die Spiele der letzten Saison daheim gegen Dresden und auswärts in Bochum, da hatten wir sechs und nicht nur vier Punkte eingesackt. So betrachtet also eine schlechtere Ausbeute. Worauf ich hinaus will: es ist nicht alles gut, nur weil wir jetzt vier Punkte geholt haben. Aber auch noch lange nicht alles schlecht. Vier Punkte sind ein guter Anfang. Und so kann es gerne auch weitergehen!

https://twitter.com/kleinertod/status/897143194038808578

In Paderborn hingegen ging es bekanntlich nicht weiter. Die Drittligisten waren der erwartet starke Gegner, der uns sehr gut Paroli bieten konnte. Wieder versuchten wir die Sache spielerisch zu lösen, während die Gastgeber alles daran setzten, uns durch enormen Einsatz unter Druck zu setzen. Und genau dieser unbedingte Leistungswille machte dann wohl den Unterschied.

https://twitter.com/kleinertod/status/897144993286172672

Sicher hatten wir auch wieder Pech, vor allem mit der Verletzung von Lasse, die uns das 2-0 bescherte in seiner Behandlungszeit – gute Besserung, hoffentlich ist er gegen Darmstadt wieder dabei am Freitag, wir werden ihn dringend brauchen! Der Anschlußtreffer in der Nachspielzeit war dann einfach zu wenig zählbares. Nun. Pokalsaison vorbei. Die Liga aber fängt gerade erst an. Und wir haben noch einiges vor. Auf gehts!

Mehr zum Spiel in Dresden:
https://www.stefangroenveld.de/2017/zwischen-aaargh-und-ist-ok-so/
http://niceguys.blogsport.de/2017/08/08/senfdazu40/
blog.uebersteiger.de/2017/08/08/2-spieltag-h-sg-dynamo-dresden/
http://beebleblox.blogspot.de/2017/08/luft-nach-oben.html
https://www.konbon.de/sportlich/gerechtes-22-am-millerntor-fc-st-pauli-gegen-dynamo-dresden/
millerntor.hamburg/2017/08/das-ende-der-stille/
http://www.susammelsurium.com/2017/08/08/glaube-liebe-honig/
www.magischerfc.de/wordpress/?p=8780
http://usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php?album=421
https://fcspsouthendscum.wordpress.com/2017/08/08/matchday-02-fc-sankt-pauli-vs-dynamo-dresden-2-2/

Und zu Paderborn:
http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=8790
http://usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php?album=422
https://fcspsouthendscum.wordpress.com/2017/08/16/dfb-pokal-round-1-sc-paderborn-07-fc-sankt-pauli-2-1/